Haeckel, Ernst

Ernst Haeckel an Richard Semon , Jena, 5. März 1905.

Zoologisches Institut der Universität Jena.

Jena 5.3.1905.

Lieber Semon!

Der Sectretär der „Rationalist Press-Association“ (den ich 1898 in Cambridge kennen lernte) ist Charles Watts (5 Johnsons Court, Fleet-Str., London W.). Er offerirte mir 1899 die Engl. Übersetzung der „Welträthsel“ (von der jetzt über 100.000 verkauft sind). Er hat jetzt auch die Engl. Übers. der „Lebenswunder“ und der „Anthropologie“ publicirt. Auch der Übersetzer, Mr. Joseph Mc Cabe , den ich Septbr 1904 in Rom kennen lernte, kann ich Ihnen empfehlen; Ich war auch mit dem Honorar zufrieden.||

Von der Prüderie und den Vorurteilen der Englischen „Guten Gesellschaft“ hat die R. P. A. (die den „Literary Guide“ und viele Freidenker-Werke publicirt) jedenfalls weniger Angst, als die meisten anderen Publishers in England. Trotzdem haben sie mehrere (kirchlich und sexuell bedenkliche) Sätze in meiner Übersetzung fortgelassen.

– Die Oster-Ferien muss ich hier arbeiten (Bibliothek und Museum ordnen). Im Herbst hoffe ich Sie und Ihre liebe Frau in München zu sehen.

Mit besten Grüssen

Ihr alter

Ernst Haeckel.

P.S. Ihren Brief (vom 2 . 3.) erhielt ich heute die P. S. Karte (vom 3 .3.) gestern .

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
05-03-1905
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
Archiv für Medizingeschichte (AfM) Universität Zürich
Signatur
DS-1-2 Haeckel
ID
44348