Fürbringer, Max

Max Fürbringer an Ernst Haeckel, Jena, 16. Februar 1895

Jena, 16.2.95.

Lieber und hochverehrter Freund!

Herzlichsten Dank für Deinen lieben, gütigen Besuch und tausendmal die Bitte um Verzeihung, dass ich Dich nicht empfangen. Das ist mir schwer geworden, aber die Stimmlosigkeit und der Reiz in meinem Kehlkopf ist so groß, dass ich kein Wort spreche, will ich nicht weitere Exacerbationen befürchten.

Natürlich bin ich ein Opfer meiner bornirten Höflichkeit geworden, die mich gegen besseres und vernünftigeres Erwägen in eine Abendgesellschaft gehen ließ. Ich halte mich jetzt wie ein Erzphilister, um bald wieder ausgehen zu können und hoffentlich habe ich bald die Freude, Dir in Deinem Institute für Deine Güte zu danken und zur Besserung im Befinden Deiner lieben Frau zu gratuliren.

Herzliche Grüsse und Wünsche

Dein treu und

dankbar ergebener

M. Fürbringer.

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
16-02-1895
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 1295
ID
1295