Fürbringer, Max

Max Fürbringer an Ernst Haeckel, Jena, 27. November 1893

Jena, 27.XI.1893.

Lieber und hochverehrter Freund!

Recht herzlichen Dank für Deine liebenswürdige Bereitwilligkeit, heute Abend zu uns zu kommen. Zugleich muss ich um Verzeihung bitten, dass ich so formlos war, meine Einladung Dir nicht eigenhändig zu überbringen.

Spencer ist bis jetzt noch nicht angekommen, so dass wir von heute absehen müssen. Bei den hiesigen Verhältnissen, und namentlich an einem Ruhetage kann man nachmittags nicht mehr für Essen sorgen, wenigstens wir hier in Löbstedt nicht.

Aber wenn er kommt, würde ich ihn dann gern Donnerstag Abend bei mir sehen und darf ich auch dann, falls Du nichts Besseres vorhast, auf Deine Güte rechnen, die Leben und Licht in unsere kleine Gesellschaft bringen würde? Gern käme ich gern selbst noch zu Dir, um zu danken und zu bitten; aber ich bin noch || so stark erkältet, das ich den Ruhetag still zu Hause verbringen will, um meinem sündigen Körper wieder etwas auf die Beine zu helfen.

Hoffentlich geht es Euch Allen recht gut.

Mit den herzlichsten Grüssen von Haus zu Haus

Dein treu ergebener

M. Fürbringer.

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
22-11-1893
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 1282
ID
1282