Sachsen-Weimar-Eisenach, Carl Alexander Großherzog von

Carl Alexander Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach an Ernst Haeckel, Weimar, 19. Februar 1891

Mein lieber Professor, Wohlbekannt ist es Ihnen seit langer Zeit, welchʼ großen und herzlichen Antheil ich an der Entwicklung der Wissenschaften im Allgemeinen, an Ihrer Thätigkeit im Besonderen nehme. So werden Sie gern dem Interesse glauben, welches ich Ihren Plankton-Studien entgegenbringe. Ein Unternehmen, ein wissenschaftliches, vervollständigen zu können, wo, wie bei Ihnen, die Wissenschaft mit so viel Freude als Glück gefördert wird, ist meist höchst erfreulich, ja, ein Glück zu nennen. Ich wünsche, daß Sie dieses genießen mögen.

Glück nicht minder, wünsche Ich Ihnen zu der Familienverbindung, die Sie Mir melden und an der Ich einen umso lebhafteren Antheil nehme, als Ich Ihren künftigen Schwiegersohn längst schon schätzen gelernt habe.

An das Gesagte füge ich den Ausdruck Meiner Ihnen wohlbekannten Gesinnungen für Sie an.

Carl Alexander

Weimar, | am 19. Februar 1891.

 

Briefdaten

Empfänger
Datierung
19-02-1891
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 10205
ID
10205