Ob diese Zeilen Dich zum Geburtstag erreichen, weiß ich nicht. Aber wir können diesen Tag nicht vorüber gehen lassen, ohne Deiner in Verehrung und Liebe zu gedenken und Dir für das letzte Vierteljahrhundert Alles Gute an geistiger Frische und körperlicher Gesundheit zu wünschen, damit Dein Lebensabend die Beschwerden des Alters Dir möglichst wenig fühlbar mache. Ganz werden sie Dich ja nicht verschonen, und sie haben Dich schon || zur Niederlegung des Lehramts bewogen. Die Tage des Abschieds liegen nun hinter Dir. Wenn sie Dir viel Schweres gebracht haben, so doch auch viel Verehrung und Anerkennung, worüber wir uns sehr gefreut haben. Einen besseren Zeitpunkt, als den 100. Geburtstag Darwins konntest Du kaum finden. Ihr gehört für uns Deutsche zusammen.
Mancher wird Dich darum beneiden, daß Du trotz Abschieds von Deiner großen Lehrtätigkeit noch große Aufgaben vor Dir hast, was nicht vie-||len vergönnt ist, die sich zur Ruhe setzen. Dein Museumsbau und Deine Lebenserinnerungen sollen noch die reiche Ernte Deiner langen Arbeit bilden. Viel Glück und Erfolg dazu!
– Wie es scheint ist Dein Fuß glücklicherweise schneller geheilt, als Du anfangs dachtest. Das ist recht erfreulich. Hoffentlich bleibt nichts zurück.
Mit herzlichen Wünschen und Grüßen von uns Allen an Dich und Tante Agnes