Bölsche, Wilhelm

Wilhelm Bölsche an Ernst Haeckel, Friedrichshagen, 3. März 1900

Friedrichshagen b. Berlin, Ahorn Allee 22,

3.3.1900.

Lieber Herr Professor!

Nachdem die „Vivisektion" jetzt mit Bogen 16 glücklich überstanden ist, lassen Sie mich Ihnen noch einmal herzlich zum Danke die Hand drücken für die viele Mühe, die Sie sich durch das sorgsame Correktur-Lesen gemacht. Jede Verbesserung war von großem Werte für das kleine Buch, das – leider – besonders durch die || beschränkten Raumverhältnisse meinem Gefühl nach nur recht provisorische Skizze geblieben ist. Hoffen wir, daß es gut einschlägt und daß weitere Auflagen dann den Raum geben, noch manches zu vertiefen und zu vervollständigen. Die freundlichst in Jena geliehenen Bücher gehen in diesen Tagen an Sie zurück.

Wir sitzen hier nach wie vor im dicken Schnee. Der Kleine gedeiht prächtig.

Mit herzlichsten Grüßen auch von meiner Frau

Ihr W. Bölsche ||

NB. Ich sende zugleich eine kleine Radiolarien-Studie aus „Westermanns Monatsheften". Sie war geschrieben, um so der Biographie einverleibt zu werden, nachher ließ der leidige enge Raum aber nichts derart mehr zu! Die letzten Seiten werden Sie vielleicht interessieren.

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
03-03-1900
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 9606
ID
9606