Alberts, Karl

Karl Alberts an Ernst Haeckel, Wiesbaden, 17. Dezember 1877

Wiesbaden, 17. Dezember 1877

Hochverehrtester Herr!

Vor einer Stunde habe ich die lange erwarteten Clichés aus London erhalten. Da das dazu gehörige Manuskript aber bis heute noch nicht eingetroffen ist, so ist es uns, zumal wir wegen der Festtage den Kosmos diesmal früher abschließen müssen, leider benommen, Ihren gütigen Beitrag im Januarheft zu bringen.

Es stehen Ihnen nun, hochverehrteste Herr, die zwei letzten Hefte des laufenden I. Jahrgangs (Februar und März) zwar gern und selbstverständlich zur Verfügung, doch wäre zu berücksichtigen, ob das Manuskript in diesen beiden Heften hinreichenden Raum fände, da mit dem Schluss des Bands und Jahrgangs auch der Inhalt zu einem gewissen Abschlusse kommen muss. (Vielleicht sprechen auch nahe liegende „moralische“ Gründe dafür, dass der neue Jahrgang (vom 1. April ab) mit einem Beitrag aus Ihrer hochgeschätzten Feder beginne?) Maßgebend bleibt bei diesen Erwägungen vor Allem, ob der Inhalt Ihres Manuskript. einen Aufschub von || zwei weiteren Monaten zuläßt? Mein persönlicher Wunsch, Ihren hochverehrten Namen sobald als möglich unter die Zahl „meiner“ Autoren aufnehmen zu dürfen, – für dessen Gewährung ich Ihnen meinen innigsten Dank sage – darf erst in letzter Linie in Betracht gezogen werden. Es würde mir die betreffende Separat-Ausgabe, je nachdem Ihre Entschließung für Februar März oder für April bis inclusive Juni fällt, demnach erst zum Spät-Frühjahr. bzw. Hochsommer gestattet sein!

Auf alle Fälle halte ich mich auf Grund obiger erg. Mitteilungen Ihren endgiltigen Bestimmungen empfohlen und verharre

in vollkommenster Hochachtung und Verehrung

Ihr

sehr ergebener

Karl Alberts

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
17-12-1877
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
A 8928
ID
8928