Eben lese ich in der Zeitung die Einladung des Comite’s für die a Versammlung der Ärzte u Naturforscher in Hannover die vom 18-23t Spt. dauern wird; und da ist denn dabei mein erster Gedanke an Dich mein alter lieber Junge u daß jene Versammlung wenn Du b ihr beiwohnst mir doch wohl sicher Deinen Besuch bringen wird. Darüber mußt Du mir ja vorher schreiben. Vielleicht mache ich einige Tage in Hannover mit u wir könnten dann gemeinsam stromabwärts nach Rechtenfleth reisen, doch c das kann ich noch nicht bestimmen. Wirst Du übrigens einen größeren || Vortrag, etwa in einer der allgemeinen Sitzungen halten, dann will ich sehen daß ichs irgend möglich mache zu kommen. Auch mein altes liebes Bremen möchte ich Dir zeigen, es ist eigentlich recht meine städtische Heimat; wie wärs endlich wenn wir dann später von Rechtenfleth aus noch vielleicht einen Ausflug ins Meer machten, etwas [!] nach Helgoland. Schreibe also sobald wie Du etwas sicheres über Deine Reise weißt u jetzt nur dies, Du kommst mir nach der Naturforscher Versammlung gelegner als vorher, denn am 10, 11 u 12 Sept. ist ein großer Familiencongress in meinem Hause von 20-30 Verwandten || meistens Juristen was für Dich ungemütlich wär. –
Also bald einen lieben zusagenden Brief von Dir u mündlich denn auf demd alten lieben vierhundertjährigen e Erbe meiner Väter das Übrige dann. Mit Sehnsucht seh ich der Stunde entgegen wo ich meinen theuren alten Häckel unter meinem Dache habe.
Auf fröhlich Wiedersehen denn mein Junge.
Dein treuerHermann.
a gestr.: 40ste; b gestr.: sie; c gestr.: daß; d gestr.: einem [?], eingef.: dem; e gestr.: Vaterer