Robert Bär an Ernst Haeckel, Bruchsal, 11. März 1908

Bruchsal, den 11. März 1908.

Sehr geehrter Herr Professor!

Der Zweck meines Schreibens ist es, Ihnen meine Glückwünsche darzubringen für die glückliche Errettung vor dem Attentat, das man auf Sie ausführte.

Ein böser Bubenstreich ist es nach meiner Ansicht, vor dem Sie Ihr Geschick bewahrt hat. Jedem Menschen liegt das klar vor den Augen, daß dieser Wurf nicht nur Ihnen, sonders ganz besonders Ihrer Lehre gegolten hat. Wie dagegen auf klerikaler Seite man darüber denkt, darüber legt das beiliegende Blatt Zeugnis ab. ||

Sie also nochmals beglückwünschend und zugleich für das lange Geschreibsel um Verzeihung bittend, verbleibe ich Ihr und Ihrer Lehre ergebener Anhänger

Robert Bär.

Friedrichstraße 10.

Brief Metadaten

ID
8249
Gattung
Brief ohne Umschlag
Verfasser
Entstehungsort
Entstehungsland aktuell
Deutschland
Datierung
11.03.1908
Umfang Seiten
2
Umfang Blätter
2
Format
11,4 x 17,8 cm
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 8249
Zitiervorlage
Bär, Robert an Haeckel, Ernst; Bruchsal; 11.03.1908; https://haeckel-briefwechsel-projekt.uni-jena.de/de/document/b_8249