Bär-Ulrich, Marie

Marie Bär an Ernst Haeckel, Zürich, [Februar 1904]

MARIE BÄR

2 MYTHENSTRASSE

ZÜRICH

Hochgeehrter Herr Prof Häckel,

da mich die Lektüre Ihrer Werke mit Liebe und Bewunderung für den Verfasser erfüllten, so kann ich nicht umhin, die demnächstige Feier Ihres 70. Geburtstages zu benützen, um Ihnen meinen Dank auszusprechen für die Belehrung u. Anregung, die ich durch Sie empfangen; für die wundervollen, genussrei-||chen Stunden, die ich Ihren Werken danke. Möchte es Ihnen, verehrter Herr noch lange vergönnt sein, für die Wahrheit und Aufklärung zu forschen und zu kämpfen. Möchten Sie der Wissenschaft noch lange als Stolz und Stütze erhalten bleiben, in voller Gesundheit u. geistiger Frische u. Jugend.

Zürnen Sie nicht, einer begeisterten || Anhängerin, die Sie zu einer Zeit zu belästigen wagt, an einem Tage, wo das ganze gebildete und Aufgeklärte Vaterland Ihnen seine Bewunderung und Verehrung zu Füßen legen wird.

In Verehrung und Hochachtung

zeichnet

Frau Marie Bär Ulrich

Zürich Mythenstr 2.

 

Briefdaten

Gattung
Verfasser
Empfänger
Datierung
1904.02.??
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 8233
ID
8233