Behn, Wilhelm Friedrich Georg

Friedrich Wilhelm Behn an Ernst Haeckel, Dresden, 18. Februar 1875

Hochgeehrter Herr Hofrath

Seit der Ablehnung des Prof Gegenbaur sind die Mitglieder des 12ten Kreises zu Vorbesprechungen über eine neue Adjunktenwahl aufgefordert worden (Leop XIII p. 50) und überdies habe ich nach einander Hrn Gh. Hofr. Bernhard Schultze, Hrn Hofr. Wilhelm Müller und Hrn Hofr. Ried gebeten, einen formellen Vorschlag zu Stande zu bringen und die Akademie wie die Mitglieder davon in Kenntniß zu setzen; habe ihnen auch die diese Aufgabe sehr erleichternden Formulare übersandt. – Indessen ist es mir bisher nicht gelungen dies zu erreichen. So viel ich weiß halten diese Herren (da Sie Sich ja nicht wählen lassen wollen) den Herrn Prof. Strasburger für die zum Adjunkten geeignetste Persönlichkeit. Hr Hofrath Wilhelm Müller hat an denselben auch die Frage gerichtet, ob er geneigt || sei, eine auf ihn fallende Wahl anzunehmen und seine Zustimmung erhalten, so daß ich nicht zu erkennen vermag, wo eigentlich das Hinderniß liegt. –

Unter diesen Umständen erlaube ich mir, an Sie die Frage zu richten, ob auch Sie Hrn Prof. Strasburger für eine zum Adjunkten geeignete Persönlichkeit halten und falls dieses der Fall, ob Sie damit einverstanden sind, daß derselbe auch in Ihrem Namen den Mitgliedern zur Wahl präsentirt werde?

Mit besonderer Hochachtung

Ihr ergebenster

Dr. Behn

Dresden Palaisgasse No. 11

den 18ten Febr. 1875.

 

Briefdaten

Empfänger
Datierung
18.02.1875
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 7877
ID
7877