Bleek, Theodor

Theodor Bleek an Ernst Haeckel, Lippstadt, 24. März 1876

Lippstadt den 24/3 76

Lieber Ernst!

Leider kann ich Morgen nicht nach Dortmund kommen. Wir freuen uns aber schon auf Deinen Besuch. Wenn Du freilich erst Sonntag früh von Dortmund fährst (erster Zug ab Dortmund 810. Ankunft in Lippstadt 1029) so würdest Du im Ganzen nur 1½ Stunden hier sein können, wenn Du wirklich schon um 12¼ weiter fahren willst. – Da Du nun mit diesem Zuge doch erst Abends 825 in Potsdam eintriffst, u. bezüglich der Nacht es Dir doch gleichgültig ist, ob Du sie in Potsdam oder im Coupir zubringst, so schlage ich Dir vor, den Sonntag über bei uns zu bleiben u. (wenn Du nicht länger bleiben kannst) alsdann am Sonntag Abend 11¼ Uhr per Courierzug von hier zu fahren, mit welchem Du Montag früh 645 in Potsdam eintriffst. – Sollte es Dir aus irgend welchen Gründen nicht möglich sein, hierauf einzugehen, dann möchte ich Dich sehr bitten, doch wenigstens Sonnabend Abend hierher zu kommen, || da Deine Vorlesung 7¼ Uhr beginnt, so könntest Du es vielleicht einrichten, daß Du um 9¼ Uhr noch von Dortmund abreistest. –

Dr Müller wird vielleicht Morgen nach Dortmund kommen; er freut sich sehr Dich zu sehen, zu sprechen u. zu hören.

Auf Wiedersehen

Dein Th. Bl.

Solltest du währenda Deiner Anwesenheit in Dortmund Dich auch der Westfalia widmen wollen so wendest Du Dich am besten an den (bisherigen Vertrauensmann) jetzigen Direktor Hilbek (Rheinischestraße 24) event., an den Vorsitzenden des Vorstandes Herrn Banquier v. Born (nahe dem Casino). –

a eingef.: während

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
24-03-1876
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
A 7040
ID
7040