Breitenbach, Wilhelm

Wilhelm Breitenbach an Ernst Haeckel, Odenkirchen, 15. Februar 1899

WILH. BREITENBACH

DR. PHIL.

ODENKIRCHEN, DEN 15. Febr. 1899

Sehr geehrter Herr Professor,

Zu Ihrem morgigen Geburtstage bitte ich Sie, meine herzlichsten Glückwünsche entgegennehmen zu wollen. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, dass sie aufrichtig gemeint sind. Immer mehr erkenne ich, wieviel ich in geistiger Beziehung Ihnen und Ihrer Naturauffassung verdanke. Inmitten der hastenden Tagesarbeit ums liebe Brod ist mir die Beschäftigung mit Fragen unserer Wissenschaft eine Erholung und Erquickung, und diese Arbeit der Mussestunden lässt mich die Tretmühle des geschäftlichen Lebens leichter ertragen.

Mit grosser Freude habe ich soeben den buchhändlerischen Prospect über Ihre Kunstformen

der Natur gelesen. Ich finde || die Idee einer derartigen Publikation sehr richtig und glaube, dass das Werk auch gekauft werden wird. Die Hauptsache aber ist, dass die Fülle von Schönheit nun aber nutzbringend angewandt wird und zur Förderung des Kunstgewerbes beiträgt.

In der Hoffnung, dass es Ihnen nach wie vor gut geht, verbleibe ich mit den besten

Grüssen

Ihr ergebenster dankbarer Schüler

Dr. W. Breitenbach

 

Briefdaten

Empfänger
Datierung
15-02-1899
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 5970
ID
5970