Salubra

Firma Salubra an Ernst Haeckel, Grenzach, 8. Oktober 1908

SALUBRA

GRENZACH, den 8. Oktober 1908.

BADEN

GRENZACH (BADEN) Betr. Neubau Phyletisches Museum.

Herrn

Prof. Ernst Häckel

Jena.

Sehr geehrter Herr,

Wir haben seinerzeit der Bauleitung des Phyletischen Museums angeraten „Salubra“ zur Ausstattung zu verwenden, weil dieser Artikel uns der zweckmässigste erscheint. –

Salubra ist nämlich nichts anderes als mittels Maschinen unter hydraulischem Druck auf Pergamentpapier oder Stoff aufgetragener Oelanstrich. Dieser Prozess ermöglicht bedeutend grössere Haltbarkeit & Kostenverminderung gegenüber dem von Hand aufgetragenen Oelanstrich. Die porenlose Oberfläche nimmt weder Staub noch Geruch in sich auf & kann durch beliebiges Waschen und Desinfizieren stets rein & frischa erhalten werden. Salubra wird vom Licht nie beeinträchtigt werden, wofür wir mehrjährige Garantie leisten. –

Wer Salubra einmal verwendet hat wird ihr stets vor allen anderen Wandbekleidungen den Vorzug geben, denn während ein Anstrich mindestens alle drei Jahre & eine Tapete noch weit häufiger erneuert werden muss, was stets mit vielen Kosten und Unannehmlichkeiten verbunden ist, gebenb wir für Salubra 5 jährige Garantie, woraus auch hervorgeht, dass Salubra über || die Garantiezeit hinaus viele Jahre hinaus intakt bleiben kann.

Salubra ermöglicht auch mit geringem Kostenaufwande eine gefällige, stilgerechte Dekoration. Durch die rege Nachfrage nach unserem Artikel seitens Museen, waren wir genötigt für diesen Zweck spezielle Musterkollektionen anzufertigen, die wir Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung stellen.

Es soll uns freuen, von Ihrer gefl. Rückäusserung beehrt zu werden und zeichnen, mit vorzüglicher Hochachtung.

SALUBRA

[Beilage]

Garantieschein

a korr. aus: Frisch; b korr. aus: gegen

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
08-10-1908
Entstehungsort
Zielort
Jena
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
A 47632
ID
47632