Meyer, Hans

Hans Meyer an Ernst Haeckel, Leipzig, 3. März 1912

BIBLIOGRAPHISCHES INSTITUT

Lieber Vater,

Wenn ich verfügbares Geld hätte, würde ich ohne Bedenken es in der jetzt aufliegenden Reichs- oder Staatsanleihe anlegen. Aber deshalb andere Papiere zu verkaufen, ist misslich, weil die Kurse, namentlich || der 3- und 3 ½ prozentigen, tief stehen, man also beträchtlichen Kursverlust erleidet. Immerhin ist der Ausgabe-Kurs der neuen 4 prozentigen mit 98,40 so günstig, dass ich Dir raten möchte, wenigstens M 60.000 in ihnen anzulegen und dafür M 70.000 Bremer Staatsanl. und 30.000 Preuss. Cons. Zu verkaufen. || Um aber M 60.000- von der neuena 4% Anleihe zu erhalten, wirst Du wohl M 100.000 zeichnen müssen, denn voraussichtlich wird die Anleihe stark überzeichnet werden, so dass jeder Zeichner nur ½ oder 2/3 seines gezeichneten Betrages erhalten kann.

Auf dem beiliegenden Formular habe ich das em||pfehlenswerte angegeben.

Herzlichst

Dein Hans.

a eingef.: von der neuen

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
03-03-1912
Entstehungsort
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
A 46760
ID
46760