Schwerdtfeger, G.

Gustav Schwerdtfeger an Ernst Haeckel, Bremen, 11. Januar 1897

Bremen, den 11. Januar 1897.

An

die Direction des Großherzoglichen Museums

zu Jena.

Einer geehrten Direction begehre ich mich ganz ergebenst Wohldieselbe auf meine Präparir-Anstalt aufmerksam zu machen. In letzter Zeit habe ich dieselbe bedeutend vergrößert, so daß ich in der Lage bin, jede auch die größte Arbeit in kürzester Zeit zu liefern, und halte mich im Ausstopfen von Säugethieren, Vögeln, Amphibien, Fischen, sowie Anfertigung von Thier-Gruppen bestens empfohlen. Die im hiesigen Museum präparirten Fische, welche ich nach selbst erfundener Methode ausstopfe und ihnen durch freies Lasuren die naturgetreue Farbe wiedergebe, sind von Fachkennern überall als vorzüglich anerkannt worden. Auch erlaube ich mir zu bemerken, daß meine Arbeiten in der Gewerbe und Industrie-Ausstellung 1890 || die höchste Auszeichnung erhalten haben. Sollten vielleicht bei Wohlderselben Arbeiten im Ausstopfen nach auswärts gelangen, so bitte ich mit den Meinigen einen Versuch zu machen.

Hochachtungsvoll

G. Schwerdtfeger.

I. Präparator am Städt. Museum.

Bremen.

Dienstwohnung Fesenfeld No. 83.

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
11-01-1897
Entstehungsort
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
A 46497
ID
46497