Foerster, Wilhelm

Wilhelm Foerster an Ernst Haeckel, Tübingen, 29. August 1899

Tübingen, den 29. August 1899.

Hochgeehrter Herr Geheime Rath!

Vorige Woche sandte ich zwei Kisten, die große die beiden ausgestopften Orange, die kleine ein Delphinskelett, einen ausgestopften Delphin, ein kleines Skelett von Tapaya ferunginea und die Haut von einem kleinen Orang enthaltend, an Ihr werthes zoologisches Institut ab. Die Orange beanspruchten große Mühe und Zeitaufwand, weil ich sehr viele Haare einsetzen mußte, wozu ich den einen Orangbalg benutzte, die Fußknochen aus diesem Balg werde ich später skelettirt mit den beiden Orang- und Hylobatesskeletten, die jetzt noch in der Mazeration sind, schicken. Zu dem Delphinskelett fehlten die Füße, welche ich aus dem ausgestopften Delphin nahm und ersetzte, ich mußte deßhalb den Delphin vollständig umstopfen.

Umstehend erlaube ich mir eine Rechnung beizufügen, mit einem quittirten Betrag für die Kiste zu den Orangs, die ich eigens dazu anfertigen lassen mußte und etwas theuer kam.

Hoffend, daß meine Arbeiten gut in Ihren Besitz kommen und Ihre Zufriedenheit erlangen, zeichnet unter bestem Dank für Ihren geschätzten Auftrag

Hochachtungsvoll

W. Foerster.

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
29-08-1899
Entstehungsort
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
A 46493
ID
46493