Ich bestätige Dir endlich den Empfang der Banküberweisung, die ich Deiner Bestimmung gemäß geteilt u. 2/3 weiter geschickt, den Rest aber für mich behalten. Trotzdem es eigentlich nicht recht von Dir war, danke ich Dir doch herzlich für die Gabe, die in diesen Zeiten starker Beanspruchung für Kriegsgaben doch recht angenehm ist. – Unser Fest ist ohne Franz natürlich auch stiller als sonst, zumal die Gedanken immer wieder hinaus in die Schützengräben eilten zu Sohn, Brüdern u. Neffen. Wir hatten zur Festfreude eine gute Nachricht von Franz vom 21.12. Er ist in Stadenberg bei Ypern. – Rührend ist, wie sich Dein Walter des verwundeten Fritz Haeckel in München annimmt. Dem Vater (Ernst) geht es nach der Operation schon leidlich. Der andere Sohn ist von Lodz nach Ostpreußen gekommen. Überhaupt ist dieser Eisenbahnkrieg auch eine der || vielen technischen Überraschungen dieses Krieges und noch die harmloseste. Denn was sonst an grausigen Massenmordmethoden zum Vorschein kommt, muß fürchterlich sein. Wo bleibt da der „frische fröhliche Krieg“ von früher. Und doch müssen wir durchkommen, sonst werden wir auf lange Zeit erledigt.
Euch Beiden, Philemon u. Baucis, wünscht leidliche Gesundheit zu einem besseren Neuen Jahr