Haeckel, Ernst

Ernst Haeckel an Wilhelm Bölsche, Jena, 3. Mai 1902

Jena 3. Mai 1902.

Lieber Herr Bölsche!

Ihren Wunsch, den acht gewählten Landschafts-Bildern einige sachliche Erläuterungen zuzufügen, werde ich seinerzeit gern erfüllen, nachdem ich die Probedrucke mit den Originalen zurückerhalten habe. Falls Sie an den Originalen noch einige Verbesserungen, zum Zwecke der lithograph. Reproduction, wünschen, bitte ich sie baldigst herzusenden. Auch erbitte ich die übrigen 18 Skizzen bald zurück (– ich hatte Herrn Dr. Bondi am 21. März 26 Blätter übergeben.) Das Bild vom Gedeh, mit dem letzten Sonnenstrahl des 19. Jahrhunderts ließe sich allenfalls verbessern. ||

Sie schreiben mir, daß a in diesem Jahr der Kiemenfuß (Branchipus?) in Ihrem See sehr häufig ist. Falls es Ihnen keine besondere Mühe macht, würde ich um ein Fläschchen voll (in Spiritus) für unser Museum bitten.

Hoffentlich sind Sie ganz wieder hergestellt.

Mit besten Grüßen an Sie u. Ihre liebe Frau, sowie an unsere Freunde in Friedrichshagen,

Ihr alter

Ernst Haeckel.

a gestr.: S

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
03-05-1902
Entstehungsort
Entstehungsland
Zielort
Friedrichshagen bei Berlin
Besitzende Institution
Biblioteka Uniwersytecka we Wroclawiu
Signatur
Handschriftenabteilung, Böl.Hae.87
ID
42217