Haeckel, Ernst

Ernst Haeckel an Georg II., Herzog von Sachsen-Meiningen, Jena, 17. Februar 1891

JENA, DEN 17. Februar 1891

Durchlauchtigster Herr Herzog!

Ew. Hoheit und deren erlauchte Frau Gemahlin haben durch die gestern gütigst übersandten beiden Telegramme mir und den Meinigen eine besondere Freude bereitet; ich fühle mich verpflichtet, Ihnen dafür meinen ergebensten Dank auszusprechen, und unser glückliches Brautpaar bittet um die Erlaubniß, seinerseits sich diesem Dank anschließen zu dürfen. ||

Da Ew. Hoheit sowohl als Ihre Gemahlin die sympathische und einnehmende Persönlichkeit des Dr. Hans Meyer selbst kennen, werden Sie verstehen, daß ich über das Geburtstags-Geschenkeines solchen Schwiegersohnes hoch erfreut bin; um so mehr als er zu unserer Lisbeth ganz vorzüglich paßt. Wir wüßten das Lebensglück unseres liebsten, von der Natur mit guten Gaben reich ausgestatteten Kindes in keine bessere Hand zu legen. ||

Hoffentlich entschuldigen Ew. Hoheit diesen Ausdruck meines natürlichen Glückes damit, daß mein neuer Schwiegersohn, in Hildburghausen geboren, Ihr eigenes Landeskind ist, und ebenso wie meine Lisbeth, mit besonderer Liebe an dem Heimathlande des Thüringer Waldes hängt.

Indem ich Ew. Hoheit ersuche, deren erlauchter Frau Gemahlin unseren ergebensten Dank und Gruß mitzutheilen, bleibe ich in aufrichtiger Verehrung

Ihr ergebenster

Ernst Haeckel.

 

Briefdaten

Verfasser
Datierung
17-02-1891
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
Thür. Staatsarchiv Meiningen
Signatur
Hausarchiv, NL Helene von Heldburg, Nr. 87
ID
39999