Haeckel, Ernst

Ernst Haeckel an Helene Freifrau von Heldburg, Jena, 7. März 1899

Zoologisches Institut

der Universität Jena.

Jena, den 7.3.1899.

Hochverehrte Gnädige Frau!

Für Ihre freundliche Theilnahme an meinen „Kunstformen der Natur“ sowie die werkthätige gütige Förderung dieses Unternehmens, sage ich Ihnen und Ihrem Durchlauchtigsten Herrn Gemahl meinen herzlichsten Dank. Nach vielen Briefen zu urtheilen, die ich in diesen Tagen erhalten – auch von namhaften Sachverständigen und Kunstfreunden – scheint das Werk eine freundliche Aufnahme zu finden. ||

Besonderen Dank schulde ich Seiner Hoheit dem Herrn Herzog für die gütige Einladung zum Besuch an der Riviera. Ich werde derselben sicher Folge leisten, wenn ich die gehoffte Frühjahrs-Reise noch ausführen kann. Leider scheint es aber fast, daß die schwierige Arbeit, mit der ich jetzt beschäftigt bin, und die nothwendig vorher fertig werden muß, mir wieder einen Querstrich macht. Jedenfalls werde ich mir erlauben, Ihnen Anfang April Nachricht an die mitgetheilte Adresse zu senden. ||

Indem ich Sie bitte, dem Herrn Herzog meinen ehrerbietigsten Gruß und Dank auszurichten, und indem ich Ihnen für Ihre schöne Reise alles Gute – vor allem ungetrübte Gesundheit und das freundlichste Frühlings-Wetter wünsche, bleibe ich in aufrichtiger Verehrung und Dankbarkeit

Ihr treu ergebener

Ernst Haeckel.

 

Briefdaten

Verfasser
Datierung
07-03-1899
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
Thür. Staatsarchiv Meiningen
Signatur
Hausarchiv, NL Helene von Heldburg, Nr. 87
ID
39938