Haeckel, Ernst

Ernst Haeckel an Karl Haeckel, Jena, 25. November 1888

Jena 25.11.88.

Lieber Bruder!

Die Nachricht daß sich bei unserem lieben Mutterchen Spuren des Durchliegens zeigen, hat mich recht betrübt. Laß ja Alles mögliche thun, um ihr ihren Zustand zu erleichtern; schreibe nur alle Kosten auf mein Conto! Ich sprach gestern Abend mit Heinrich; er meinte das beste seien große Luftkissen oder Wasserkissen; ferner reichlich Morphium. Laß Dich durch den hohen Preis der Gummi-Kissen (anstelle der Matratze) nicht von der Anschaffung abhalten. Hoffentlich ist Ebmeier recht sorgsam. Daß Mütterchen mein Carviar schmeckt, freut mich sehr.

– Für die Besorgung der Apotheke besten Dank. –

Viele Grüße von Haus zu Haus

Dein tr. Br. Ernst.

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
25-11-1888
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 38019
ID
38019