Haeckel, Charlotte

Charlotte Haeckel an Ernst Haeckel, 26. Februar 1883

Potsdam 26/2 83.

Lieber Ernst!

Herzlich danke ich Dir für Deinen eben erhaltenen Brief; ich freue mich, daß es Dir und Deinen Lieben gut geht.

In Beziehung auf Deinen Wunsch, daß ich Anfang März Dir 3000 Mark schicken soll, frage ich noch bei Dir an;: hat es nicht Zeit, wenn ich Dir das Geld erst Anfang Aprill schicke? Nämlich: jetzt müßte ich verkauffen, und zu Anfangs Aprill seid erhälst Du für die verlooste Schuldscheine der Westphalia 3000 Mark || Oder genügt es: wenn ich Dir vorläufig 700 Mark schicke, die jetzt ohne Umstände flüssig machen kann, und Du nimmst dann im Aprill mit, was Du dann brauchst.

Mußt Du aber 3000 Mark gleich haben, dann bitte; es mir umgehend zu schreiben; damit ich Papier verkaufe. Mit Karl, der schon auf dem Gericht ist, konnt ich nicht sprechen, da ich nicht weiß: wann er heimkommt; und ich Dir doch gleich ant-||worten möchte.

Also für heute nur mit dem Gruß an Dich, Frau und Kinder, meine Gratulation zur Presiedentenwürde, wobei ich Dir nur noch die Bemerkung mache: Du bleibst doch der liebe Junge

Deiner

alten Mutter

Lotte.

Was machen denn die Jenaer Studenten für Unfug?

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
26-02-1883
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
A 36944
ID
36944