Haeckel, Charlotte

Charlotte Haeckel an Ernst Haeckel, Berlin, 23. März 1872

Berlin 23/3 72

Lieber Ernst!

Herzlich freue ich mich, daß Du nun wieder solche Arbeiten vornehmen kannst, die Dir mehr zu sagen, und so sehr ich mich auch nach Dir sehne, so bitte ich Dich doch erst Deine lieben Taffeln fertig zu machen. Hoffentlich findest Du dann auch schon meine Häuslichkeit in Potsdam leidlich; wenigstens nicht ganz Sodon und Gomora; wie jetzt hier in der Zerstörung; ich habe zeitig mit dem Packen angefangen, da meine Kräfte immer nicht weit || reichen.

Dein Schwager Petersen war einige Tage hier, wohnte bei Helehne, er bewirbt sich um eine Stelle in Driesen. Leider ist Bertha noch immer nicht gesund und wie Bernhard uns sagte, ist ihr Kranksein ernstlich gewesen. Clärchen wird von der Wangemann weg gehn und zu ihrer Tante Clara nach Frankfurta kommen, und dort die Schule besuchen. – Gute Nacht, mein lieber Ernst, von Deiner

Mutter Lotte

a gestr.: Potsdam; eingef.: Frankfurt

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
23-03-1872
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
A 36457
ID
36457