Haeckel, Karl

Karl Haeckel an Ernst Haeckel, Potsdam, 8. September 1885

Potsdam d. 8 Sept.

1885

Lieber Bruder!

Gestern Abend glücklich hier angekommen, fand ich alles in erwünschtem Wohlsein.

Heute früh erhielt ich anliegendes Cirkular, das wohl in Folge von Abwesenheit Betheiligter irgend wo lange liegen geblieben ist. Ich bitte Dich nach Lesung des Berichts, der meines Erachtens doch beruhigend ist, wenn er auch die Lotterie-Qualität der Kuxe nicht besitzt, denselben sofort nach Naumburg weiter zu senden, doch das am Ende dieser Bericht für manchen der Betheiligten entscheidend sein wird bei Beantwortung der Frage: ob Nachzahlen oder nicht! Ich bin für ersteres, zumal auf unsa eine direkte Anfrage || bei Theodor Bleek, ob die Gewerkschaft bei dem von Börne’schen Conkurse irgendwie in Mitleidenschaft gezogen worden, er mir erwidert hat, daß dies in keiner Weise der Fall sei, vielmehr dies durch rechtzeitige Vorsicht vermieden sei. –

Muttern habe ich unsre Proposition betreffend der 15 Kuxe gemacht. Ich vermuthe, sie wird darauf eingehen. Sie ist seit meiner Rücksprache beruhigter.

Heinz wollte gestern reisen, schob aber die Reise meiner Rückkunft wegen bis auf morgen auf u. denkt morgen Abend in Jena zu sein.

Mit Dank für die nette Reise und den netten Tag bei Euch

Dein

treuer Bruder

C. Haeckel

a eingef.: auf uns

 

Briefdaten

Gattung
Verfasser
Empfänger
Datierung
08-09-1885
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 35163
ID
35163