Haeckel, Karl

Karl Haeckel an Ernst Haeckel, Berlin, 1. Juli 1861

Berlin 1 Juli 61.

Einen schönen Gruß, alter Junge, u. Dank für Deine neulichen Zeilen. Mutter tappert doch wieder seit gestern in gewohnter Weise in der Stube umher. Sie weiß nun doch einmal sich nicht in Acht zu nehmen u. da liegt die halbe Ursache ihres Unwohlseins drin.

Vater ist munter. – Wir Freienwalder denken auf 4 Wochen nach Heringsdorf zu gehen. – Wann? ist noch unbestimmt.

G. Reimer, bei dem wir Nachmittags waren, kommt wahrscheinlich erst gegen Ende des Monats. Von Wagenschieber hat er noch nichts wieder erhalten, will ihn aber dieser Tage mahnen. Gut wäre es am Ende, wenn Du einmal Wagenschieber direkt ansporntest, sonst wird am Ende das Manuscript rechtzeitig fertig im Herbst, aber nicht die Tafeln.

– Die neulich erwähnten Bücher habe ich unten nicht gefunden. Sie stecken am Ende doch in einer Kiste. Grüße E. Reimer von seinem Vater u. mir.

Dein Karl.

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
01-07-1861
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 34929
ID
34929