Walter Haeckel an Ernst Haeckel, [München, 6. August 1917]

Liebster Vater! Wie geht Dirs denn in Deiner Sommer-Einsamkeitsidylle? Du bist so schweigsam geworden? – Frau u. Kinder mit der Resi sind seit 14 Tagen in Oberleutasch bei Seefeld i/Tirol u. fühlen sich äusserst wohl in der herrlichen Bergluft, bei guter Verpflegung. Bis 1. September wollen sie dort aushalten. – Ich male unterdessen fleissig in meinen 4 Wänden u. geniesse gleichfalls die göttliche Ruhe des Strohwitwers. – Im Glaspalast sind unter einer Masse guten Durchschnitts einige ganz feine Bilder; im Ganzen aber nichts Hervorragendes. Alles leidet unter der Kriegspsychose. Schreibe mal über Dein Befinden, Tun und Treiben.

Treuen Gruss! Dein Walther

[Adresse:]

Exzellenz

Ernst Haeckel

Jena

7 Berggasse 7

Brief Metadaten

ID
34627
Gattung
Bildpostkarte
Entstehungsort
Entstehungsland aktuell
Deutschland
Entstehungsland zeitgenössisch
Deutsches Reich
Zielort
Zielland
Deutschland
Datierung
06.08.1917
Sprache
Deutsch
Umfang Seiten
1
Umfang Blätter
1
Format
9,0 x 14,1 cm
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
A 34627
Abbildungen
nach Gemälde: Anselm Feuerbach: Francesca da Rimini
Zitiervorlage
Haeckel, Walter an Haeckel, Ernst; München; 06.08.1917; https://haeckel-briefwechsel-projekt.uni-jena.de/de/document/b_34627