Walter Haeckel an Ernst Haeckel, München, 27. Juli 1917

München 27. Juli 17

Lieber Vater,

hoffentlich hast Du Josefas letzte Sendung wohl erhalten? Gestern ist sie mit den Kindern u. Resi glücklich bis Tirol abgedampft, wo sie hoffentlich bis Anfang September aushalten kann. Ich bleibe um den August unter Klausur als „offiziell verreist“ in der Wohnung u. male, zumal ich zwei kleine Kopie-Aufträge bekommen habe. Eine wohltuende Ruhe ist eingezogen, so dass ich gut zu arbeiten denke. Da mein kleines Atelier im 4. Stock eine Dauer-Temperatur von 20°–24° Grad hat, habe ich mir die nötigen Malgeräte in mein Heim bringen lassen. Mittags esse ich bei der „lustigen Witwe“. Anfang September, wenn Frau u. Kinder zurückkommen, gehe ich dann ins Allgäu; dass um die Zeit am schönsten ist. Im October hoffe ich wieder bei Dir vorsprechen zu können.

Herzliche Grüsse!

Dein treuer W.

[Adresse:]

Herrn

Professor Ernst Haeckel

Jena

7 Berggasse 7

Brief Metadaten

ID
34625
Gattung
Postkarte
Entstehungsort
Entstehungsland aktuell
Deutschland
Entstehungsland zeitgenössisch
Deutsches Reich
Zielort
Zielland
Deutschland
Datierung
27.07.1917
Sprache
Deutsch
Umfang Seiten
1
Umfang Blätter
1
Format
13,9 x 9,0 cm
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
A 34625
Zitiervorlage
Haeckel, Walter an Haeckel, Ernst; München; 27.07.1917; https://haeckel-briefwechsel-projekt.uni-jena.de/de/document/b_34625