Sethe, Anna

Anna Sethe an Ernst Haeckel, Berlin, 28. Dezember 1859

Berlin 28. 12. 59.

Das Weihnachtsfest wäre vorüber mit seinem Rausch und Glanz, mein lieber Erni, der mich dies Mal ziemlich kühl gelaßen hat. Liebe und Freude ist mir so viel gewährt worden und doch sehnte ich mich beständig nach anderer, die weit, weit weg ist. Wie schön feierten wir im vergangenen Jahr das große Liebesfest zusammen und wie öde war mir es jetzt; wie traurig und trübe wirst Du erst gestimmt gewesen sein; darüber wird mich der nächste Brief unterrichten, der hoffentlich pünktlicher ankommt, als der letzte, den ich vergeblich am Heilig Abend und ersten Festtage erwartete, an denen er gerade große Freude hätte bringen können. Große Freude hatte ich dennoch über den Brief, den Aufenthalt in Syrakus schildernd und die nächtliche grausige Vesuvexcursion enthaltend, die Karl uns beide mitbrachte. Nachmittags beim Kaffee, ehe wir zur Mutter zum Aufbau gingen, las Karl uns den ersteren vor, die Vesuvpartie nahm ich mir mit und suchte mir ein stilles Fleckchen in meinem Zimmerchen, wo ich die Schrecken dieser Nacht an meiner Seele vorübergehen ließ und dankbar gegen Gott, der Dich in dieser Gefahr behütete, den Brief weglegte. Unter meinen Sachen, die mir aufgebaut wurden, prangte denn auch Dein Bildchen, das mir, wie Du denken kannst, große Freude gemacht hat. Alles zu sehen, was Dich in Sicilien begleitet hat, seien es selbst die unschönen zerrißenen Hosen, die Deiner Persönlichkeit etwas Räuberhauptmannartiges geben, ist für mich von Intereße, allein der Kopf befriedigt mich nicht; wohl überzeugt, daß Du Dich in dem Lehr- und Wanderjahre verändert hast, äußerlich und innerlich, schreibe ich den melancholischen, matten Ausdruck in den übrigens schielenden Augen dem Photographen zu, denn ich weiß diese lieben Sterne sind gerade so lieb und klar geblieben, wie vor der Reise! Du siehst, ich bin aufrichtig, mein lieber Herzensschatz und danke Dir herzlich für diese Festgabe, so wie für das Buch: Alpinisches und Transalpinisches von Witte aus Halle, das ich gestern Abend aufgebaut fand und sobald wie möglich verschlingen werde. Du bist in der bevorzugteren Lage gewesen, daß Du mir durch Andere in der Heimath eine Festfreude bereiten || konntest, wogegen ich mit leeren Händen kommen mußte, hoffentlich hast Du aber den Weihnachtsbrief eher früher, als später erhalten und das ist mir doch allwöchentlich das größte Geschenk, Dich munter und frisch zu wißen. Dein gestriger Brief, der eigentlich zum Weihnachtsabend bestimmt war, ist in dieser Beziehung ein köstliches Geschenk für mich. Die schönsten Zukunftsträume, die mich schlafend und wachend beschäftigen, gehen ihrer Erfüllung entgegen durch die immer eifrigere und lohnendere Arbeit Deiner lieben Hände und Augen, die dies Mal sich nicht umsonst anstrengen, und eine schöne Arbeit entstehen sehen, von der vielleicht das Schicksal zweier Menschen abhängt. Wüßte ich nicht, daß ich einmal durch innige, wahre und treue Gattenliebe und weibliche Aufopferungsfähigkeit Dir unentbehrlich werden werde, ich müßte mich beschämt fühlen vor der vielen Mühe und Arbeit, die durch meinen Besitz nur ernster und wichtiger für Dich geworden ist: Es ist kein Verhältnis zwischen der geistigen Arbeit, die der Mann alle für die Frau mit thut, und der körperlichen, mechanischen, die die Frau dem Manne leistet. Da kommt aber die Liebe, die friedliche Seelenempfindung und gleicht das Mißverhältniß aus und gegenseitig sich hebend und veredelnd, vermögen Mann und Frau, trotz verschiedener Gaben und verschiedener Geistes- und Verstandeskräfte gemeinsam zu wirken und zu schaffen. Ja das wollen wir; und wird geschehen, davon bin ich überzeugt. Wie glücklich ich bin, Dich so paßionirt und eifrig bei Deiner Lieblingsarbeit zu wißen und in jedem Briefe von einem neuen Fund, einem Stein zu dem großen Gebäude zu hören, das sich immer höher und weiter über der Menschheit wölbt und immer mehr Bildung, Klarheit und natürliche Wahrheit im Volk verbreiten wird, je mehr Hände daran bauen und je weiter die Forschungen fortschreiten. O es ist ein erhebendes Gefühl, den Manne in seinem mit Glück selbst gewählten Berufe mit Lust und Freuden wirken zu sehen, das schaffende Element liegt einmal im Manne und verachtet habe ich von jeher den Mann, der keine ernste ordentliche Beschäftigung treibt und etwas leistet im Leben. || Möchte ich auch alle die schönen, guten Seiten an Dir herausfühlen, ich würde Dich nicht so unbegrenzt, so idealisch lieben, wenn ich Dich Deines edlen Vorwärtsstrebens und rastloser Arbeit wegen nicht auf’s Höchste achtete und verehrte. Ein unthätiger Mann würde mich mit allen Schätzen der Welt und des Herzens unglücklich gemacht haben. Mein Schatz, den ich mir bewahren werde, ist die reine edle Menschenseele, die ich in Dir gefunden habe und die mir in Leid und Freud’ und in guten und schlechten Tagen immer dieselbe ist und sein wird. Muth, Ausdauer, brauche ich Dir nicht mehr zuzurufen, diese Lichterchen waren unnütz an Deinem Weihnachtsbaum, Du hattest sie schon selbst durch die Aussicht auf Erfolg in Dir angezündet und wirst sie nie wieder verlöschen laßen, nie mehr kleinmüthig und hoffnungslos sein; nicht wahr diese Überzeugung nehme ich mit in’s neue Jahr hinein und brauche sie nie wieder abzustreifen? Glück auf, lieber Schatz, Du arbeitest nicht vergebens und für die Du arbeitest, weiß es zu schätzen und ist Dir von ganzem Herzen dankbar.

Von den troubulösen Weihnachtstagen muß ich doch wohl ein ordentliches Tagebuch liefern, damit Du weißt, was ich getrieben habe.

Mittwoch 21 schickte ich Mittags den letzten Brief an Dich ab, aß Mittag bei der Mutter, hatte dann Klavierstunde, in der ich schon langsamen Fortschritt merke und hoffentlich etwas gelernt habe, wenn Du zurückkommst. Nachmittag kam Karl überraschend an, der Montag Abend wieder abgereist ist; er ist etwas magerer geworden, glücklich und zufrieden in seinem Beruf. Ich war ein ¼ Stündchen bei Tante Bertha, die ich durch die schmerzhafte Rose im Gesicht sehr entstellt fand, aber sehr lieb und herzlich. Sie ist noch sehr schwach und darf höchstens zwei Personen auf sehr kurze Zeit an einem Tage sehen; heute denke ich sie zu besuchen und ihr den gestern bei ihr angekommenen Brief an die Alten nebst dem zweiten Bilde vorzulesen und viel von Dir zu schwatzen. Karl begleitete mich zu Helene, deren kleiner Hans sich beßerte (er hatte Lungenentzündung gehabt) und dann hier zu Haus, wo er Hermine überraschte. ||

Donnerstag 22 gab es Allerlei in der Stadt zu besorgen. Nachmittags um 6 Uhr gingen Hermine und ich zu Mutter, die mit uns Geschwistern allen ihre Zukunft besprach, wenn ich nicht mehr bei ihr bin. Um 7 ½ Uhr fanden sich Theodor und Louis Jacobi dazu ein und es wurde noch der gläserne Pantoffel von Platen gelesen, eine sehr geschickte Verarbeitung der Mährchen von Aschenbrödel und Dornröschen. Lange Pause verursachte ein Besuch von Quincke, der heute Drei: Hermine, Bertha und mich zu necken hatte. Nach dem Abendbrod banden wir alle Sachen zum Baum an, vergoldeten etc. und erst um 12 Uhr waren wir wieder zu Haus. Louis Jacobi, der Bergmann ist und eine hübsche Pretäfactensammlung hat, läßt Dich bitten, ihm aus Sicilien ein Schwefelkrystall mitzubringen, weil sie dort am schönsten vorkämen, vorausgesetzt, daß sich ein Plätzchen dazu findet.

Freitag 23 war Prediger Richter zum Kaffee hier, der Dich herzlich grüßen läßt; von 5 – 6 Uhr war ich mit Theodor und Bertha in der Akademie, um die theilweis sehr schönen, körperlichen Transparentbilder mit wundervoller Domchorbegleitung zu sehen. Ich habe großen Genuß davon gehabt, Formen und Gruppierung waren auf einzelnen wunderschön, so daß sich der Vorhang immer viel zu früh vorzog. Nachher besuchte ich Helene, die mich darum gebeten hatte; sie war sehr elend an einem tüchtigen Schnupfenfieber, das sie aber glücklicher Weise nicht mit in’s Fest genommen hat. Richter fand ich hier noch vor und plauderte mit ihm.

Sonnabend 24 machte ich noch ein paar Arbeiten fertig, plättete mit Hermine feine Wäsche bis Mittag, besorgte dann schnell ein Maiblumentöpfchen für Tante Bertha und hörte beim Kaffee, ich vielmehr bei der Milch, denn Kaffee ist mir schon längst verpönt, Deiner Erzählung von Syrakus zu. Schleunig wurde dann ein anderes Kleid übergezogen und ½ Stündchen bei Tante Bertha geseßen, wo ich mit Quincke zusammentraf. Sie war beßer und nicht gar zu wehmüthig. Um 6 Uhr war bei der Mutter Bescheerung, wo die leuchtenden Kinderaugen über ihre Helme, sonstige Spielsachen und den reizenden Baum, meinen traurigen Gefühlen eine andere Richtung gaben; ich freute mich über die reichen Gaben, die theilweis für uns Beide bestimmt sind. || Ich bekam einen Mantel, dunkelbraun, der hoffentlich Deinen Beifall hat, ein großes Theebrett, Kaffeekanne, Milchkanne, 6 Taßen (für Profeßor’s Wirthschaft), 6 kleine Schalenkörbchen zu gleichem Zwecke, von Familie Haeckel, von Heinrich und Karl unter die Terrine dito, ferner Schillers Leben von Palleske und ein sehr hübsches Bild von Schiller, das neuerdings aufgefunden worden ist; von August und Helene, einen sehr niedlichen weißen Tüllkragen mit rosa Schleifen, ein Paar Tüllärmel. Nachdem das erste Staunen sich gelegt hatte, tanzten wir mit sämmtlichen Kindern um den Baum, und dann Thee getrunken, wonach Jeder seinen Paßionen nachhing. Ich musterte Deine schönen Aquarelle, die ich im vergangenen Jahr von Dir erhielt, las die Vesuvexcursion und einige andere Briefe, bis der übliche Heringssalat, Punsch und Pfannkuchen wieder die ganze Gesellschaft vereinigte, in der Deine Alte leider fehlte. Sie und Quincke wünschten Beide, die Geschichte nicht mitzumachen und bei ihr bleiben durfte Niemand, außer dem kleinen Heinrich, der Hustens halber im Zimmer bleiben mußte. Bei Tisch ging es munter her und nach dem Eßen fuhr Tanzlust in die Anwesenden; ich mußte spielen und Vettern und Cousinen, Schwager und Schwägerinnen tanzten mit den tollsten Sprüngen durcheinander. Spät brachen wir erst auf und berichteten der Alten von unseren Geschenken und sonstigen Erlebnißen.

Sonntag 25 ging ich um 10 Uhr mit Karl zu Sydow, der eine schöne Rede hielt, deren einer Theil sehr für Dich paßte. Nachher richtete ich noch einen Auftrag bei Helene aus und ordnete dann zu Hause für den großen Mittagstisch an, an dem außer und heute auch Jacobis, Mutter, Heinrich, Karl, Petersens Theil nahmen mit den Kindern, die mir zur Besorgung zufielen. Nachdem Alles fort war, spielte ich etwas Klavier; dann ging es wieder Abends zu Jacobis ohne den Alten, dem es zu viel wurde. Quinckes auch Georg waren außer unserer Familie dort; es ging sehr munter und fidel zu. In vortrefflichem Punsch trank die jugendliche Ecke Deiner Gesund||heit als Profeßor in spe, welches ich Georg Quincke ebenfalls wünschte, doch scheint er noch wenig Hoffnung dazu zu haben. Hiecke sagte uns aber neulich, die Studenten wären sehr zufrieden mit seinem Kolleg; es liegt nur unglücklich, Morgens um 9 Uhr.

Montag 26 kam ich endlich Vormittag dazu, Deine hübsche Arbeit zu lesen, die ich theilweis verstanden habe; meine Kenntniße über das menschliche Auge, die ich in diesem Frühjahr aus dem Eschricht geschöpft habe, kamen mir dabei zu Statten; sehr hübsch sind die Tafeln gemacht, die selbst mir als Laien imponiren. Ehrenberg wird sich freuen über die Bestätigung seiner bisher bezweifelten Behauptungen; das ist ein schönes Erinnerungsblatt an Neapel, das seinen Werth behält. Kaum war ich damit fertig, brachte Herr von Richthofen einen früheren Bekannten von Dir aus Würzburg, Dr. Dreger aus Bremen. Ersterer geht nun bestimmt nach Japan und wird sich noch ein paar Monate hier dazu vorbereiten. Unter anderem will er sich wie Du bei Biermann im Aquarelliren üben, das ihm gewiß auf seiner Weltreise zu Statten kommen wird. Ich mußte ihm Auskunft geben, wie lange und was Du gemalt hättest, ob auch Menschen, die ihm sehr schwer würden, in welchem Falle Du Dich ja auch befandest. Die Frau von Dietrich Reimer saß auch ein ganzes Weilchen; um 1 Uhr brach ich zur Mutter auf, wo die ganze Familie an dem Mittag aß. Unterwegs begegnete mir Magdalene Dieckhoff, die mich hatte besuchen wollen; ich nahm sie wieder mit herauf, und zeigte ihr Bertha’s reizende Kinder und meine erhaltenen Schätze. Dann spielte ich noch etwas Klavier; um 3 ½ Uhr setzten wir uns zu Tisch, um ein höchst solennes Mittagsmahl einzunehmen, das bis 5 Uhr dauerte. Ich räumte ab, während die Übrigen Kaffee tranken; um 6 Uhr gingen Bernhard, Bertha, Heinrich, Karl, Louis Jacobi und ich zu Renz, wo ich mich recht erquickte an den wunderschönen Pferden, die Renz theils selbst ritt oder vorführte, theils von Anderen || meisterhaft bezwungen wurden. Auch sehr gelenkige Gymnasten leisteten Fabelhaftes und bewiesen eine Muskelkraft, und eine Entwickelung aller Glieder des Körpers,a wie man sie einem Menschen kaum zutrauen sollte. Karl ging von dort direkt nach der Post, nach Krenzlin zurück; die Übrigen brachten mich zu Haus, wo in meiner Abwesenheit ein Lieutenant von Baßewitz den Kreis vervollständigt hatte. Hermine und ich saßen noch spät auf, Weihnachtsarbeiten für die beiden Alten vollendend; dem Alten haben wir ein Paar Morgenschuh gestickt und der Mutter Rücken und Sitzkißen ihre Seßels am Nähtisch neu überzogen. Wenn sie es vorläufig auch nicht gebraucht, da sie immer auf dem Sopha liegt, denke ich, daß sie bald wieder sitzen kann; es geht immer langsam beßer mit ihr, wenn auch die Stimmung bedeutend hippochondrisch ist.

Dienstag 27 war um 11 Uhr hier ein notarieller Akt wegen der Sackschenb Stiftung, wobei man auch nach langer Zeit Familie Naumann zu sehen bekam; ich hatte sie seit Juli nicht gesehen, freilich auch kein Verlangen danach gehabt. Nachher stopfte ich Fleischwurst zu Mittag und ging dann noch baden, womit ich hoffentlich bald zu Ende bin. Als ich zurückkam fand ich Frau Slevogt mit am Tische sitzen, die auch Abends zum Aufbau blieb; da kannst Du denken, wie sie geschwatzt hat, mag es amüsant sein oder nicht, halbtodt ist man immer davon und noch dazu gab es sehr viel zum Abend zu besorgen, wo Deine Eltern uns und den Kindern aufbauten, wozu wieder die ganze nächste Familie versammelt war. Im Balkonzimmer prangte in der Mitte ein hübscher Tannenbaum, auf niedrigen Tischen für die Kinder aufgebaut und auf hohem für Hermine und Karl und mich. Auf einem Platz schaute mir lieb entgegen ein schönes Bild von Messina, das mir Karl verehrte und das mir ganz besondere Freude macht. Der Hafen muß herrlich schön sein mit derc tief hineingehenden Mole, den Du gerade vor Dir haben wirst. Die Ansicht || scheint von Kalabrien aus aufgenommen zu sein und die sicilischen Berge im Rücken der Stadt bilden einen sehr malerischen Hintergrund. Auf der Palazzata dicht am Hafen glaube ich selbst das Hotel Victoria und ein Fensterchen unter dem Dach gefunden zu haben, hinter dem mein lieber, lieber Schatz jetzt lebt und seine Gedanken eben so oft nach dem Norden eilen sieht, wie ich die meinigen nach dem schönen Süden. Die Alte wurde ordentlich ärgerlich, daß ich über das prächtige Bild, die anderen Geschenke alle übersah, mit denen ich wieder viel zu reichlich bedacht worden bin. Zu Bettdecke No 1 ist richtig No 2 hinzugekommen, die nebst schönem leinenen Zwischensatz zu Logierbetten in die Ausstattungskiste wandern wird, die sich bis zu Deiner Rückkehr hoffentlich durch meinen eigenen Fleiß noch mehr füllen wird. Dann bekam ich den hübschen grauen Muff von Deiner Alten, da sie einen aus Tantens Sachen zu einem großen Pelz paßend bekommen hat, die meinen Händen sehr willkommen ist, die in der alten nicht mehr recht warm werden wollten; ferner ein Granatarmband mit Hermine gleich, zwei Paar Handschuhe, einen derben weißen Unterrock und das obengenannte Buch von Dir, in dem ich gleich anfing zu lesen, allein bald von den Kindern gezwungen wurde aufzuhören, ihnen aus ihrem Bilderbuch vorlesen und mit ihren Spielsachen spielen mußte, unter denen eind großer zoologischer Garten von ihren Eltern die Hauptrolle spielte. Anna war mädchenartig selig über eine Puppe, Karl einen Helm und Hermann Deine frühere kleine Meßingkanone, mit der er heute unaufhörlich durch’s Zimmer fährt. Bernhard und Bertha gingen nach dem Aufbau in den Julius Cäsar und kehrten nach dem Thee zum Abendbrod sehr begeistert zurück; ich wäre gern mitgegangen, wäre ich nicht hier nöthiger gewesen. Mit Dir sieht sich so etwas auch noch einmal so gut. Für heute lebe wohl, lieber Schatz, tausend Dank und Gruß und Kuß von Deiner treuen Aenni.

a eingef.: und eine […] des Körpers,; b gestr.: Stimmung,; c korr. aus: dem; d korr. aus: einer

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
28-12-1859
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 34482
ID
34482