Potsdam, 1.9.17.
Lieber Onkel!
Wie ich Dir vor einiger Zeit schrieb, wollte ich meinen Urlaub vom 10.-15. September zu dem Besuch bei Dir benutzen. Das paßte auch mit Heinrichs für Ende August geplanten Besuch zusammen. Jetzt schreibt Heinrich, daß er Dich nur zwischen dem 10. u. 14.9. besuchen könne. Danach würden wir zusammen zu Dir kommen. Wir nehmen aber an, daß Dir ein getrennter Besuch lieber ist, weil Du mehr von dem einzelnen hast, weil Dir der gemeinsame Besuch vielleicht zu viel wird, und weil Du durch getrennten Besuch mehr Zerstreuung Deiner Einsamkeit hast. Nun habe ich noch einmal vom 22.-29.9. Urlaub, den ich eigentlich zu Ausflügen mit den Kindern benutzen wollte. Aber die kann ich zum Teil auch vorher machen, so daß ich vom 25. bis 29.9. zu Dir kommen könnte. (eventuell vom 23. ab.). Ich möchte es Dir nun ganz überlassen, was Dir lieber ist. Legst Du besonderen Wert darauf, Heinrich und mich zusammen zu haben, so komme ich am 10. oder 9.9. Hast Du uns lieber getrennt bei Dir, so komme ich am 25. oder 23.9. ||
Schreibe mir bitte umgehend, wie Du es haben willst. Kämen wir zugleich, so würde Heinrich, wie er scheibt, im Hotel wohnen und ich bei Dir.
Ob ich am 23. oder 25.9. kommen würde, würde sich danach richten, ob ich Marie am 24.9. zu ihrem Geburtstag besuchen würde. Sie ist möglicher Weise bei Eva. Dann könnte ich schon am 23.9. kommen.
Mit herzlichem Gruß von Leni, die sehr befriedigt und erfrischt aus Ebersdorf zurück gekehrt ist,
Dein treuer Neffe
Julius.
Schreibe doch bitte auch gleich an Heinrich, wie Du Dich entschieden hast.