Seelow, 14.2.02.
Lieber Onkel!
Die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag senden wir Dir, in der Hoffnung, daß es Dir gut geht, und Deine Gesundheit im kommenden und den zahlreichen noch kommenden Jahren nichts zu wünschen übrig läßt.
Daß Deine Denk-||malsfrage nach Deinem Wunsche gelöst wurde, freute uns sehr, wenngleich wir erstaunt waren, diese vertrauliche Sache sobald in der Zeitung zu lesen. Allerdings wäre es ja nicht lange geheim zu halten gewesen.
Vielleicht interessiert es Dich, zu hören, daß die von Dir so geschätzten Hildebrandtschen Aquarelle von Frau Hoffbauer zur Ausschmückung der Wandel-||halle der chirurgischen Abteilung in ihrem großartigen Stiftungskomplex „Herrmannswerder“ (Alter Tornow) verwendet sind zu beiden Seiten einer Marmorbüste ihres Gatten. Die ganze Millionenstiftung soll übrigens großartig mit den neuesten Vervollkommungen ausgeführt sein: Kranken-Siechen-Waisenhäuser für Angehörige vona Kaufleuten und Ärzten in erster Linie. Nur etwas abgelegen. ||
Verzeihe lieber Onkel, wenn ich nochmal auf Deine Schenkung für uns komme. Du würdest uns durch eine jetzt bei Deinen Lebzeiten stattfindende Überweisung eines entsprechenden Betrages in Papieren (auf Georgs Konto bei der Deutschen Bank) einen großen Gefallen thun. Ich würde Dir dann die vernichtete Urkunde zurückschicken.
Mit bestem Dank im Voraus und herzlichen Grüßen von Haus zu Haus
Dein treuer Neffe
Julius.
a eingef.: Angehörige von