Julius Haeckel an Ernst Haeckel, Euskirchen, 15. Februar 1894

Euskirchen, den 15.II.94.

Lieber Onkel!

Nimm zu der Fülle der Glückwünsche, die sich in diesen Tagen über Dich ergießen wird, auch meinen. Bleibe so jung und rüstig wie bisher und genieße ferner das seltene Glück, die Früchte Deiner reichen Arbeit zu ernten. Wenn Du auch sonst ein Feind von Ovationen am eigenen Holz bist, wirst Du doch mit Genugtuung und berechtigtem Stolz die festliche || Feier Deines 60. Geburtstags begehen, an welcher Schüler und Anhänger aus allen Erdteilen Anteil nehmen. Selbst hier in dem kleinen Euskirchen besitzest Du trotz gediegener Schwärze des Ortes eine Reihe von Verehrern.

Man sieht, wo etwas Intelligenz ist (wir haben starke Industrie), da blaßt die Schwärze ab.

Mit den besten Glückwünschen an Dich und Deine ganze Familie

bin ich Dein

treuer Neffe Julius.

Grüße Vater, Heinrich und den alten Allmers.

Brief Metadaten

ID
34026
Gattung
Brief ohne Umschlag
Entstehungsort
Entstehungsland aktuell
Deutschland
Entstehungsland zeitgenössisch
Deutsches Reich
Datierung
15.02.1894
Sprache
Deutsch
Umfang Seiten
2
Umfang Blätter
1
Format
11,2 x 18,0 cm
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 34026
Zitiervorlage
Haeckel, Julius an Haeckel, Ernst; Euskirchen (Eifel); 15.02.1894; https://haeckel-briefwechsel-projekt.uni-jena.de/de/document/b_34026