Franz Doflein an Ernst Haeckel, München, 11. November 1901

München d. 11. November 1901

Kaulbachstr. 93/II.

Verehrter Herr Prof. Häckel!

Ich muß Ihnen sofort danken, für die beiden Werke, die Sie die Güte hatten, mir zu schicken. Für mein bescheidenes Büchlein ist das eine wertvolle Gegengabe! In Insulinde habe ich mich schon ein gut Stück hineingelesen und an Ihrer Hand gut zurechtgefunden; Ihr Wunsch in jungen Naturforschern die Sehn-||sucht nach jenen gesegneten Ländern zu entzünden, ist Ihnen an mir sehr gelungen. Ich hoffe sehr, wenn ich die Mittel dazu finde, in einigen Jahren die Tropen wiederzusehen, und dann vielleicht in Ihren Spuren zu wandeln. ‒ In die Welträtsel habe ich diesmal noch nicht hineingesehen; die kannte ich ja schon von früher, ich bin aber sehr froh, sie jetzt selbst zu besitzen und dazu noch mit Ihrer eigenen Widmung.

An Prof. Selenka habe ich Ihre Sendung persönlich abgegeben. ||

In schöner Erinnerung an die wenigen Stunden, die ich Ihrem Institut verbrachte, grüße ich Sie herzlichst.

Ihr ergebener

F Doflein.

Brief Metadaten

ID
3400
Gattung
Brief ohne Umschlag
Entstehungsort
Entstehungsland aktuell
Deutschland
Datierung
11.11.1901
Sprache
Deutsch
Umfang Seiten
3
Umfang Blätter
2
Format
17,4 x 12,7 cm
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
A 3400
Zitiervorlage
Doflein, Franz an Haeckel, Ernst; München; 11.11.1901; https://haeckel-briefwechsel-projekt.uni-jena.de/de/document/b_3400