Dobenecker, Otto

Otto Dobenecker an Ernst Haeckel, Jena, 15. September 1912

Jena, d. 15. Sept. 1912.

Ew. Excellenz

danke ich ganz ergebenst für das gütige Anerbieten, dem Gymnasium Ihre einzigartigen und prächtigen „Kunstformen der Natur“ freundlichst schenken zu wollen. Ich teile Ihnen ergebenst mit, daß das Gymnasium das herrliche Werk noch nicht besitzt und mit herzlichstem Dank das hochherzige Geschenk annehmen wird. Ich bin gerührt von Ihrer Güte, der Anstalt Ihr Handexemplar stiften zu wollen. Darin liegt für Lehrer und Schüler, solange die Schule bestehen wird, ein besonderer Aestimationswert, wenn man bei der Benutzung sagen kann: „Das sind || die Tafeln, die der Allmeister der Wissenschaft selbst in Händen gehabt hat.“

Insonderheit wird Ihr alter Schüler, Herr Professor Dr. Kolesch, entzückt sein, mit diesen Tafeln arbeiten zu können.

Vielleicht haben Euere Excellenz die Güte dem Überbringer dieses Briefes, dem Schuldiener Weiß, angeben zu lassen, wann er die Tafeln abholen darf.

Mit besten Empfehlungen und herzlichen Grüßen bin ich

Ew. Excellenz

dankbarer und ergebenster

O. Dobenecker

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
15-09-1912
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
A 3229
ID
3229