Haeckel, Ernst

Ernst Haeckel an Heinrich Schmidt, Rapallo, 7. November 1903

Rapallo 7.11.1903.

Lieber Herr Schmidt!

Beifolgend sende ich Ihnen die gewünschte Empfehlung an Herrn Maximilian Harden. Ihre Sendung (Eingeschrieben) kam gestern in einem seitlich geöffneten Couvert an. Vielleicht ist das Couvert in Folge zu starken Druckes geplatzt? Nehmen Sie künftig bei Eingeschriebenen Briefen ein etwas größeres Couvert, binden einen dünnen Kreuzfaden darüber und siegeln diesen an. Die Mittheilung des Briefes der (mir unbekannten) Frau Nebe war überflüssig, ebenso Hager.

Das „Ex libris“ von Ade (von dem ich mehrere Exemplare habe) schicke ich an Graf Leiningen. An Breitenbach (– den Sie bei dieser Gelegenheit nochmals mahnen können –) schreiben Sie, daß neuere Bilder von mir bei Haack in Jena zu haben sind. ||

Meine Frau und ich genießen hier fortwährend das schönste sonnige Sommerwetter und die frischen Seeluft. Meine Frau hat sich schon sehr erholt – Herr Prof. Walther und den mitunterzeichneten Herren des Naturwissenschaftlichen Vereins bitte ich für ihren freundlichen Kartengruß bestens zu danken. Ihre Mittheilungen über das Zoologische Institut haben mich sehr interessirt.

Mit freundlichen Grüßen

– Auch an Pohle und Wolff –

Ihr alter

E. Haeckel.

P. S. Falls unter den zugesandten Kritiken des Berliner Litterarischen Bureau interessante einzelne Artikel sind, schicken Sie sie als Drucksache.

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
07.11.1903
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 32151
ID
32151