Leydig, Franz

Franz Leydig an Ernst Haeckel, Tübingen, 8. Oktober 1862

Tübingen d. 8. Oct. 1862.

Verehrter Herr College und Freund!

Sie haben mich durch gütige Übersendung Ihres Prachtwerkes in hohem Grade überrascht. Empfangen Sie hierfür meinen herzlichen Dank! Sie stehen ja mit diesem Werk, das nicht verfehlen wird großes Aufsehen zu machen, unter den Zoologen unsrer Tage ca. wie ein glücklicher californischer Goldgräber unter den Goldwäschern eines deutschen Flusses! Doch Sie haben nicht bloß Goldklumpen gefunden, sondern auch || Münzen daraus geprägt und von welcher Feinheit der Ausführung! Ich kann mich an diesen Figuren nicht satt sehen!

Darf ich Ihnen jetzt noch ein Exemplar meiner „Daphniden“ anbieten? Der Verleger Laupp hat mir, da er jetzt eine gewisse Zahl abgesetzt hat, noch einige Freiexemplare zugestellt. Im Falle Sie daher das Buch noch nicht besitzen, haben Sie die Güte es mir wissen zu lassen.

Nochmals meinen verbindlichsten Dank!

Leydig.

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
08-10-1862
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 27755
ID
27755