Eggeling, Heinrich von

Heinrich von Eggeling an Ernst Haeckel, Jena, 1. Februar 1897

Lieber Herr Professor!

Zu meinem lebhaftesten Bedauern ist uns nicht möglich gewesen, vor Ihrer Abreise noch einmal zu Ihnen zu kommen, um Ihnen ein herzliches Lebewohl und die besten Wünsche mit auf den Weg zu geben. Erst bildeten amtliche und gesellige Rücksichten und Verpflichtungen das Hinderniß und seit gestern sitzen wir wieder in Folge von Erkältung zu Hause – || So lassen Sie mich denn schriftlich Ihnen ein Lebwohl zurufen! –

Von ganzem Herzen wünsche ich, daß Ihre Reise den glücklichsten Verlauf nehme und von dem besten Erfolge begleitet sei! Möge jede Störung der Gesundheit fern bleiben und mögen Sie bei herrlichstem Wetter sich des südlichen Klimas und der Schönheit des Südens so recht erfreuen und – wenn endlich auch bei uns der Frühling auf die Berge steigt – alle drei in bester rüstiger Gesundheit zu uns || heimkehren! –

Grüßen Sie, lieber Freund, Ihre hochverehrte Frau Gemahlin und Fräulein Emma und sprechen Sie auch ihnen meine besten Wünsche aus. –

In herzlicher Verehrung

Ihr

treu ergebener

Eggeling

J. 1/II 97

 

Briefdaten

Empfänger
Datierung
01-02-1897
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 2620
ID
2620