Finsterbusch, Ludwig

Ludwig Finsterbusch an Ernst Haeckel, Minden, 1. August 1863

Minden am 1. August 63.

Mein lieber Ernst!

Ich kann nicht unterlassen, Dir die frohe Botschaft zu melden, daß am Donnerstage dem 30. Juli, Abends 6 ¼ Uhr, meine liebe Hermine mich mit einem gesunden und kräftigen Mädchen beschenkt hat; es ist ein allerliebstes Kind, ich bin so recht glücklich. Meiner Frau geht es recht gut. Bitte, theile es gelegentlich Deinen lieben Eltern mit.

Meinen Brief, etwa vor Ostern, so genau weiß ich es nicht mehr, mit unserer Photographie, hast Du doch erhalten. Nicht als ob ich einen Brief erwartet hätte, sondern mir kam es nur auf die darin stehende Notiz an, daß Du a gelegentlich es Deiner Mama mittheiltest, daß ich die Bezahlung für die zweite Sendung Porzellan an sie abgeschickt hätte, damit, wenn der Brief nicht || angekommen sein sollte, ich von Berlin aus diese Mittheilung bekäme, um rechtzeitig bei der Post zu reklamiren.

Da nichts von dem geschehen ist, so nehme ich an, daß Alles in Ordnung ist.

Viele herzliche Grüße von meiner Frau und von mir an Dich und Deine liebe Frau, so wie an Deine Eltern.

Recht vergnügte Ferien.

Dein Finsterbusch.

a gestr.: gege

 

Briefdaten

Empfänger
Datierung
01-08-1863
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 2329
ID
2329