VICTOR FRAENKL
RECHTSANWALT.
BERLIN W, DEN 19. März 1900a.
KÖTHENER-STRASSE 1.
Hochgeehrter Herr Professor,
gern hoffend, daß Sie sich nunmehr auf dem Wege der Besserung befinden, erlaube ich mir, mich heute wieder einmal anb Sie ergebenst zu wenden.
Es handelt sich um den Grundgedanken des beigefügten Aufrufs, den mein Freund Dr. Juliusburger ausgearbeitet hat und dessen Tendenz ich durchaus acceptiere. Wir beide bitten nun Sie, hochgeehrter Herr Professor, sich freundlichst || hierzu zu äußern, bezw: uns kundzuthun, worin und wie der Appell zu ändern und unser Plan auszugestalten wäre. Wir glauben, durch ihn uns in Übereinstimmung mit den Ausführungen zu befinden, welche Sie in Ihrem jüngsten Werk „Welträthsel“ in so glänzender Weise gemacht haben, und bitten Sie um die Ehre, auch Ihren Namen unter den Aufruf setzen zu dürfen. Die praktische Handhabung pp … wird einem hier zu bildenden Comité obliegen –
Verzeihen Sie geneigtest im || Interesse der guten Sache die erneute Behelligung und genehmen Sie die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochschätzung!
Ihr sehr ergebener
Victor Fraenkl.
a korr. aus: 18; b korr. aus: z