Dresden 2. Jan. 1889.
Schnorrstr. 17.
Hochgeehrter Herr Professor!
Ihr lieber Brief hat mich herzlich erfreut, trotzdem er nicht die erhoffte Auskunft enthalten konnte, und ich danke Ihnen aufrichtig dafür. Daß Burmeister auf so schroff abweisendem Standpunkt stehen geblieben wäre, hatte ich allerdings nicht gedacht. Es dürfte nun wohl kaum viel Zweck haben, wenn ich anderweitig mit ihm in Verbindung zu kommen suchen würde.
Für das großartige Geschenk, das Sie mir gütigst zugedacht hatten, bin || ich Ihnen außerordentlich dankbar; leider aber ist es mir, wie Sie richtig vermutet hatten, bisher nicht zugegangen. Des Feiertags wegen konnte ich erst gestern Abend auf der hiesigen Post Nachforschungen anstellen, es fand sich aber nirgends eine Spur Ihrer Sendung vor, und es wurde mir mitgeteilt, daß in diesem Falle durchaus vom Absender am Aufgabeorte reklamiert werden müsse. Ich muß Sie daher leider bitten, nun auch noch diese Mühe in meinem Interesse auf sich nehmen zu wollen – mögen sie recht baldigen Erfolg haben!
Mit den herzlichsten Glückwünschen für Sie und die werten Ihrigen zum neuen Jahre
bleibe ich
Ihr allzeit dankbar ergebener
B. Vetter.