München, 11. Sept. 01
Lieber hochverehrter Kollege!
Gestern erhielt ich das Schlussheft Ihrer malayischen Briefe über Insulinde.
Ich danke Ihnen für die Zusendungen, die mir und meiner Frau ungeheure Freude gemacht haben!
Wie schade, dass Sie durch Ungemach verschiedener Art gehindert wurden, Ihren Aufenthalt in holländisch Indien a so || auszunutzen, wie Sie es gewollt und wie ich es gehofft.
Sie schrieben mir vor 1½ Jahren, dass unser Reisebuch über Ostasien Ihnen neue Lust zur Reise entfacht hätte; das Gleiche erwiedere ich Ihnen. Es wird wohl nicht lange mehr dauern und wir schnüren unsre Bündel noch einmal zu einer Reise um die kleine hübsche Erde.
Wenn es Ihnen Freude macht, so würde ich vielleicht nach Jena kommen und dort || meine Bilder (mittels elektronischem Bogenlicht) aus Ostasien projiciren. Eine passende Projectionslampe ist wohl aufzutreiben? Viele der Bilder sind wirklich hervorragend schön. Erwünscht ist ein größerer Saal, damit die Bilder gut wirken.
Vielleicht ließe sichs für nächsten Montag Abends einrichten?
Oder andernfalls etwa am 15. Oktober?
Versprechen Sie selber sich einigen Genuß davon, so teilen Sie mirs baldigst mit.
Stets Ihr ergebener
Selenka
a gestr.: nicht