Ein Ihnen gänzlich Unbekannter – in Schüler – schreibt Ihnen in tiefer Trauer diese Zeilen. In der Zeitung las ich von dem Ableben Ihres Herrn Vater. Noch vor einem halben Jahr war es mir vergönnt, meinem verehrten und so lieben || Herrn Haeckel zum Geburtstage zu gratulieren; ein Brief, den ich nicht erwartet hätte, sandte mir darauf Ihr Herr Vater, und diesen Brief werde ich heilig halten. Nun ist Ihr lieber, guter Vater gestorben, und doch, er ist nicht gestorben; er wird, so lange es frei denkende Menschen gibt, leben. Sie sehen, geehrter Herr Haeckel, auch die Jugend trauert mit Ihnen, mit vielen, vielen andern Menschen um Ihren Herrn Vater. Möge das reiche Schaffen Ihres Herrn Vaters sich immer weiter verbreiten, zum Segen der Menschheit! Das wäre ein herrlicher Lohn. Mit inniger Teilnahme Ihr sehr ergebener