Paetel, Hermann

Hermann Paetel an Agnes Haeckel, Berlin, 12. Januar 1881

DEUTSCHE RUNDSCHAU.

BERLIN, W., DEN 12. Januar 1881.

Frau Professor Haeckel,

Jena.

Hochgeehrte Frau!

Durch Herrn Landgerichtsrath C. Haeckel in Potsdam erhielten wir gestern eine Serie von Reisebriefen Ihres Herrn Gemahls mit der gleichzeitigen Anzeige, daß wahrscheinlich eine andere Sendung, die vorangegangen, in Verlust gerathen sei. Es wäre das höchst bedauerlich. Mit Aufbietung aller Kräfte werden wir es noch möglich machen, diese 2te Serie in das nächste, jetzt im Druck befindliche Heft der „Rundschau“ aufzunehmen.

An Sie, hochverehrte Frau Professor, erlauben || wir uns nochmals die Frage zu richten, ob Ihnen nun, da Sie doch in der Zwischenzeit vermuthlich mehrere Briefe von Ihrem Herrn Gemahl empfangen haben, von dem Schicksal unseres Schreibens an denselben nach Jena (kurz vor seiner Abreise) nachträglich irgend etwas bekannt geworden ist. Uns liegt hauptsächlich daran zunächst festzustellen, ob unser Schreiben (mit dem Anerbieten, die in unserer „Rundschau“ demnächst zum Abdruck gelangenden Reiseschilderungen später als Buch erscheinen zu lassen) überhaupt in die Hände Ihres Herrn Gemahls gelangt ist. Wir würden uns längst durch eine direkt an Herrn Prof. Haeckel gerichtete Anfrage resp. Wiederholung unseres Verlagsanerbieten Gewißheit verschafft haben, wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten, || einen Briefe sicher in seine Hände zu bringen. Sie werden uns zu großem Danke verpflichten, wenn Sie uns eine zukünftige Adresse angeben, unter der ein Brief Herrn Prof. Haeckel sicher erreichen kann.

Mit der Bitte, die Ihnen durch uns verursachte Mühe freundlichst entschuldigen zu wollen,

in vorzüglicher Hochachtung

ergebenst

Gebrüder Paetel.

 

Briefdaten

Verfasser
Datierung
12-01-1881
Entstehungsort
Entstehungsland
Zielort
Jena
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
A 22878
ID
22878