Fürbringer, Max

Max Fürbringer an Ernst Haeckel, Jena, 5. Januar 1895

Jena, 5.1.1895.

Lieber und hochverehrter Freund!

Meine Frau hat für heute um 2 Uhr einen Schlittenausflug mit mir und meinen Kindern projectirt, und natürlich – nolens volens – muss in unserer Familie der Mann gehorchen.

Sie findet nun auch, dass eine Anfrage bei Dir und Deiner lieben Frau, ob Ihr mit Tochter auch mitthun wolltet, wenigstens nicht zu den schlechten Handlungen gehört, und dem Drange meiner starken Ehehälfte folgend, erlaube ich mir bei Dir anzufragen, ob die Stammbäume Dir eine kurze Ausspannung erlauben.

Wir dachten nach Bürgel (in welchem Falle man sich vielleicht an der Camsdorfer Brücke trifft), eventuell auch nach Dornburg oder wo andershin zu fahren; die Wahl bleibt Dir völlig überlassen und wir folgen.

Wir wollten auch bei Krehls und || Wagenmanns fragen, die aber vermuthlich nicht mitthun werden, da ihre Frauen noch in Leipzig sein sollen.

Bitte, theile Überbringer mit, was Du zu thun gedenkst, und bestimme eventuell zugleich das Reiseziel und den Ort des Treffens.

Herzliche Grüsse von Haus zu Haus

Dein

M. Fürbringer.

 

Briefdaten

Verfasser
Empfänger
Datierung
05-01-1895
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 1294
ID
1294