Strasburger, Eduard

Eduard Strasburger an Ernst Haeckel, Bonn, 19. Februar 1891

Bonn d. 19/2 91

Lieber Freund,

die Freude über die Verlobung Deiner Tochter war in meinem Hause eine allgemeine. Unsere telegraphisch übermittelten Glückwünsche wiederholen wir nochmals auf das Herzlichste. Nach Allem was wir bereits vernommen, kann man ja Deiner lieben Tochter, Frau und Dir zu dieser Verlobung in jeder Weise || gratuliren. Wir wünschen von ganzem Herzen dass alles mögliche Glück Deinem Hause aus dieser Verbindung erwachse. Bei uns geht es nun schon zur Hochzeitsfeier! bei der wir Euch so gerne gesehen hätten. Wir geben uns auch zeitweise der Hoffnung hin dass dies vielleicht trotz der Entfernung, erfolgen könne, zweifeln doch || aber jetzt daran ob die junge Braut sich aus der Nähe ihres Bräutigams würde entfernen wollen. Dass wir uns aber sehr freuen würden auch diesen bei der Vermaehlungsfeier unserer Tochter zu sehen, wird hiermit auf das Ausdrücklichste hervorgehoben. Ich bitte Dich die beigefügte Einladungskarte als auch auf den Bräutigam || Deiner Tochter lautend anzunehmen. Mit dem Augenblick wo er Dein Schwiegersohn wird, gehört er auch zu unserem Freundeskreis.

Also, wenn irgend wie möglich so kommt nach Bonn, wo Ihr mit herzlichster Freude empfangen werdet von Deinem freundschaftlich ergebenen

E. Strasburger

und seiner Familie

 

Briefdaten

Empfänger
Datierung
19-02-1891
Entstehungsort
Entstehungsland
Besitzende Institution
EHA Jena
Signatur
EHA Jena, A 12752
ID
12752